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Liebstöckel

Juni 23rd, 2014

Im Sommer blüht der Liebstöckel in hellem Gelb und hat eine intensive Grünfärbung. “Levisticum officinale” ist die lat. Bezeichnung des geschätzten Gewürzes. “Liebeskraut” oder “Maggikraut” sind die alltäglichen Namen für den Liebstöckel.In der Kochstube besticht er durch den kräftigen und besonderen Geschmack, mit dem sich eine große Anzahl Mahlzeiten abschmecken lassen.Botanisch gesehen gehört das Maggikraut nicht bloß zu den Doldenblütlern, sondern unter anderem zu den Liebespflanzen.

In Norditalien trugen Frauen in vergangener Zeit Liebstöckel unter dem Rock, um einen Mann für sich zu gewinnen.Der jetzt geläufige Name Liebstöckel wurde von der lateinischen Bezeichnung “Levisticum” abgeleitet.

Ursprung des Liebstöckels

Den europäische Raum erreichte das Küchenkraut erst nach einer weiten Reise, die ihn von Persien, über den Mittleren Osten über das Mittelmeer führte.Herausgefunden, woher das Küchenkraut an und für sich kommt, haben die Forscher bislang noch keinesfalls.Saukraut, Sauerkrautwurz, Schluckwehrohr, Gichtstock, Gebärmutterkraut, Rübestöckel, Badkraut, Luststöckel, Liebesröhre, Liebstängel und Liebrohr sind bloß einige der Namen, die das Maggikraut im Volksmund besitzt.

Liebstöckel ist unverwechselbar

Unter diversen Gewürzpflanzen lässt sich der Liebstöckel problemlos in Erfahrung bringen – es riecht schließlich eindringlich nach Sellerie.Geschmacklich unterscheidet sich das Gewürz von den diversen Küchenkräutern durch die scharfe und bittere Note.Sandiger oder gedüngter Untergrund ist die Bedingung, damit das Würzkraut seine maximale Höhe zu Stande bringt – jene liegt bei 2,5 Metern.Bedingt durch die sonnige Heimat, schätzt der Liebstöckel die Sonnenstrahlen und wächst optimal in Gärten.

Liebstöckel als Genuss

Entscheidend für die Beliebtheit von Liebstöckel ist das starkes und unverkennbares Aroma.Maggikraut möchten etliche in der Kochkunst genauso wenig vermissen wie Kerbel, Bohnenkraut und Zitronenmelisse.Die “Maggiwürze”, die es in jedem gut sortierten Supermarkt zu erstehen gibt, hat nichts mit dem Liebstöckel gemeinsam, obschon dessen alltägliche Benennung “Maggikraut” ist.Die Verbindung besteht darin, dass sein Geschmack, dem vom Sellerie, der vereint mit verschiedenen Gewürzen in der “Maggiwürze” enthalten ist, ähnelt.

Wer einmal etwas Neues testen möchte, sollte auf keinen Fall nur die Suppen mit Liebstöckel verfeinern, sondern ebenso Dips und Salate.Einen einzigartigen Geschmack erreicht ein Koch, wenn er sein Brot oder Gebäck und seinen Braten mit den Samen vom Maggikraut aromatisiert.

Liebstöckel – medizinische Wirkungen

Heilpflanze und Küchenkraut in einem ist der Liebstöckel, diese beiden Wirkungsarten sind bereits im Mittelalter ein Begriff.Das Maggikraut war in der Zeit des Mittelalters ein gefragtes Heilkraut.Wer unter Verdauungsbeschwerden oder mangelndem Appetit leidet, kann Maggikraut, genauso wie Kerbel, als Medizin benützen.Blähungen und Regelsymptomen kann das Maggikraut vermindern.Früher wurde Liebstöckel zur Förderung der Wehen eingesetzt.Ein festsitzender Husten, mit zähem Schleim, lässt sich homöopathisch mit Maggikraut gut behandeln.

Der Liebstöckel besitzt in keiner Weise nur bei einer inneren Benutzung eine medizinische Wirkung.Rheumapatienten können durch Aufgüsse mit gekochtem Liebstöckel oder dessen Beigabe ins Wasser zum Baden ihre Beschwerden mildern.Bei Hautunreinheiten kann das Waschen mit einer Flüssigkeit aus gekochtem Maggikraut unterstützen.In der Naturheilkunde findet der Liebstöckel bei Entzündungen des Mittelohrs genauso seine Anwendung wie bei Nierenproblemen oder Harnwegsinfekten.Aus den Wurzeln vom Liebstöckel lässt sich wohlriechendes Öl gewinnen, was Keime abtötet und entwässert.Fette, Bitterstoffe, Harze, Apfelsäure, Gerbstoffe, Gummi, Cumarine und Harze sind Produkte, die sich aus Samen und Stängeln des Liebstöckels erzeugen lassen. Maggikraut lässt sich keinesfalls bloß innerlich benutzen.Heilpraktiker verschreiben ihren Patienten die unter Rheuma leiden gern Bäder oder Aufgüsse aus Maggikraut-Öl.In dieser Variation hilft der Liebstöckel als Tinktur auch bei Hautunreinheiten und Pickeln.Homöopathen schwören auf die heilende Wirkung vom Maggikraut bei Nierenproblemen, Harnwegsinfekten und Entzündungen des Mittelohrs.Die Wirkung von Maggikraut bei diesen Erkrankungen beruht auf dessen ätherischem Öl, welches desinfiziert und entwässert.Für die Gewinnung der Fette, Bitterstoffe, Harze, Apfelsäure, Gerbstoffe, Gummi, Cumarine und Harze aus dem Maggikraut werden dessen Stielen und Samen verwendet.

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